Das Orchester nimmt Platz

Dirigent
Erst seit Anfang des 19. Jahrhundert gibt es den Dirigenten als Berufsbezeichnung. Zu den Aufgaben eines Dirigenten gehört nicht nur die Entscheidung darüber, welches Repertoire gespielt wird, und das Dirigieren eines Orchesters, sondern auch das Studieren und Überdenken der Musik, um den Willen des Komponisten auszuführen.
Auch wenn Komponisten die Besetzungen der einzelnen Instrumente zum Großteil vorgeschrieben haben, kann am Ende der Dirigent entscheiden, in welcher Besetzung das Stück gespielt wird und wie er den Klang des Stückes interpretiert. Mehr erfahren
Konzertmeister
Der 1. Konzertmeister, der als Stimmführer der ersten Geigengruppe am vorderen Pult sitzt, wird oft als Bindeglied oder Vermittler zwischen Orchester und Dirigent gesehen. Bis zum 19. Jahrhundert leitete der Konzertmeister das Orchester, woher auch die Redewendung „die erste Geige spielen“ im Sinne von „tonangeben, im Mittelpunkt stehen“ stammt. Er trägt eine besondere Verantwortung für das ganze Orchester und spielt die Soli der ersten Geige. Bis heute ist in kleineren Orchesterbesetzungen das Dirigieren vom Konzertmeister oder Solisten sehr beliebt. In größeren Symphonieorchestern gibt es allerdings nicht nur bei der ersten Geige einen Konzertmeister, sondern auch andere Instrumente wie die zweite Geige oder die Bratsche haben einen Stimmführer, der auch Konzertmeister genannt wird. Mehr erfahren
Erste Violinen
Bis zu 16 erste Violinen (im deutschen auch Geige genannt) spielen in einem Symphonieorchester die erste Stimme, also die Hauptmelodie. In der klassischen Sitzordnung, auch deutsche Sitzordnung genannt, sitzen die ersten Geigen den zweiten Geigen gegenüber (siehe Bild). Eine Alternative ist die amerikanische bzw. neue Sitzordnung, bei der die ersten neben den zweiten Geigen sitzen. Um die Stimmen besser unterscheiden zu können, bietet sich die deutsche Sitzordnung an, da sich die Stimmen besser durch ihre Entfernung voneinander absetzen können und dadurch deutlicher zu hören sind. Mehr erfahren
Zweite Violinen
Die zweiten Violinen unterstützen den Klang der ersten Violinen und werden in der Regel als einheitliche Gruppe behandelt. Bis zu 14 zweite Geigen werden in einem Symphonieorchester besetzt. Wie wichtig die Geige in einem Orchester ist, zeigt die Mehrfachbesetzung der beiden Stimmen. Mehr erfahren
Bratschen (Violen)
Die etwas größere Violine oder auch die „große Schwester“ der Violine war vor allem im 19. Jahrhundert bei den Komponisten wie Bruckner, Mahler und Strauss sehr beliebt. Bis zu zwölf Bratschisten wirken in einem Symphonieorchester mit. Durch ihren melodischen, dunklen Klang, der durch die C-Saite der Bratsche erzeugt wird, eignet sie sich vor allem für die Altstimme und fungiert als Brücke zwischen den beiden Geigen-Stimmen, die in der Regel die Sopranstimme spielen, und den Tenor- und Bass-Streichern, Violoncello und Kontrabass. Mehr erfahren
Cellisten spielen Celli im Sinfonieorchester
Celli
Das Violoncello (Kurzform Cello, Plural Celli) oder auch „kleiner Kontrabass“ nimmt bereits in Stücken von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel seinen Platz im Orchester ein. In einem großen Orchester werden zehn Celli (bis sogar zwölf in Richard Wagners "Götterdämmerung" und Richard Strauss' „Heldenleben“) eingesetzt. Durch die Größe des Instruments und die Saitenlänge klingen die Celli, obwohl sie die gleichen Seiten wie Bratschen (A-D-G-C) haben, tiefer und gehören daher in der Regel zu den Tenor- und Bassstimmen. Durch ihren vielfältigen Klang übernehmen sie oft wichtige Solo-Passagen. Mehr erfahren
Kontrabässe
Der Kontrabass ist das größte und tiefste Streichinstrument und wird in Symphonieorchestern manchmal auch mit fünf Saiten eingesetzt, um den Tonumfang in die Tiefe zu verstärken. Ein normaler Kontrabass hat allerdings vier Saiten. Sechs bis acht Kontrabässe werden im Orchester besetzt und als Basisinstrument und selten als Melodieinstrument eingesetzt. Mehr erfahren
Flöten
Besetzung: 3 Flöten

Der Ton einer Querflöte wird durch das Anblasen mit dem Mund erzeugt. Die Tonhöhe hängt bei den Holzbläsern von der Länge der schwingungsfähigen Luftsäulen im Instrument ab. Somit klingt eine Piccoloflöte höher als die große Flöte und bildet die Klangspitze im Orchester. Durch das Öffnen und Schließen der Tonlöcher kann die Tonhöhe beeinflusst werden.
Die Flöte ist seit der Barockzeit ein wichtiges Orchester- und Soloinstrument. Werke von Vivaldi zählen zu den frühesten Werken für die Flöte. Mehr erfahren
Oboen
Besetzung: 3 Oboen

Im Gegensatz zur Klarinette besteht das Mundstück der Oboe, wie das des Fagotts, aus einem symmetrischen Paar Rohrblätter, die gegeneinander schwingen und dadurch einen einzigartigen Klang erzeugen, der sich von anderen Instrumenten abhebt. Der Klang der Oboe wurde vor allem in der Barockzeit für lyrisch getragene Melodien eingesetzt. Zur Familie der Oboeninstrumente zählt auch das Englischhorn als Alt-Stimme der Gruppe. Mehr erfahren
Klarinetten
Besetzung: 3 Klarinetten

Der Name der Klarinette, die auch „kleine Trompete“ genannt wird, leitet sich vom italienischen "Clarinetto" ab. Dieser Name ist auf die ähnlich klingende Clarin-Trompete zurückzuführen. Heute klingt die Klarinette aber keineswegs der Trompete ähnlich. Durch das Mundstück einer Klarinette schwingt das einzelne Rohrblatt gegen eine feste Öffnung, wodurch sie fast eine Oktave tiefer als die Querflöte klingt. In der Romantik war die Klarinette bei vielen Komponisten das Instrument für intime, gesangliche Passagen. Mehr erfahren
Fagotte
Besetzung: 3 Fagotte

Das Fagott ist größer und klingt tiefer als die Klarinette, verwendet ein Rohrblatt wie die Oboe als Mundstück und wird als Tenor- und Bass-Stimme der Holzbläser eingesetzt. Im Laufe der Zeit wird das Fagott, das vorerst als Generalbassinstrument eingesetzt wird, ein Melodieinstrument, das neben der Querflöte, Oboe und Klarinette immer mehr Bedeutung bekam und mit selbständig melodischen Phrasen und Harmonien betraut wurde. Mehr erfahren
Hörner
Besetzung: 8 Hörner (4 Waldhörner, 4 Wagnertuben)

Das Waldhorn oder einfach Horn gehört der Gruppe der Blechbläser an, unterscheidet sich aber vor allem durch sein trichterförmiges Mundstück vom Klang der übrigen Blechbläser, sodass manche das Horn klanglich gesehen auch zu den Holzblasinstrumenten zählen und die Hornisten gewöhnlich auch neben ihnen Platz nehmen. Das Horn wird auch als Vermittler zwischen den Streichern und den Bläsern gesehen und daher als grundlegend für das Orchester erachtet. Die Wagnertuba gehört, anders als vorerst zu erwarten, nicht der Familie der Tuben, sondern der der Waldhörner an und wird als Mischklang aus Waldhorn und Tenorposaune beschrieben. Seine Namensgebung hat die Wagnertuba Richard Wagner zu verdanken, da er diese für den „Ring des Nibelungen“ um 1870 extra bauen ließ. Mehr erfahren
Posaunen
Besetzung: 3 Posaunen

Ein wesentliches Merkmal der Posaunen ist der Stimmzug, wodurch der Spieler die Luftsäule verlängern und dadurch einen tieferen Ton erzeugen kann. Der Ton ähnelt dem der Trompete, ist jedoch aufgrund der Bauweise tiefer und variabler. Woher auch die Redewendung „eine Posaune kann lachen und weinen“, kommt, da sie durch den Stimmzug verschiedenste Möglichkeiten in der Variation des Klangs hat. Mehr erfahren
Trompeten
Besetzung: 4 Trompeten

Seit der Einführung der Ventiltrompete wird sie von den meisten Komponisten in deren Orchesterstücke aufgenommen. Die Anzahl der Trompeten ist maßgebend für die Anzahl von Posaunen und Tuben, um das klangliche Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Werden in einem Stück also vier Trompeten eingesetzt, ist es unerlässlich, drei bis vier Posaunen und eine Tuba zu verwenden. Die Trompete wird in verschiedenen Stimmungen gebaut, so gibt es beispielsweise eine B-, C-, D- und Es-Trompete. Diese Tonabstimmungen können durch die Größe vorgenommen werden. Mehr erfahren
Tuba
Besetzung: 1 Tuba

Der Bass der Blechinstrumente wird durch das große Grundrohr der Tuba erzeugt, wodurch sie den tiefsten Klang hervorbringt. Mehr erfahren
Schlagwerk
In unserem Beispiel (Bruckner, Symphonie Nr. 8, dirigiert von Thielemann) tauchen die Pauke, das Becken und die Triangel auf, welche neben der Großen Trommel und der Konzerttrommel zum Grundstock des Schlagwerks zählen. Die Gruppe der Schlaginstrumente in einem Sinfonieorchester wird als Schlagwerk bezeichnet und erweitert sich bis heute stetig (Glockenspiel, Xylophon, Gong etc.). Die Instrumente werden häufig nicht einzeln besetzt, sondern mehrere Schlaginstrumente werden von einem Musiker gespielt. Mehr erfahren
Harfen
Besetzung: 3 Harfen </br>
Zupfinstrumente wie die Harfe sitzen zwar bei den Streichern, gehören allerdings nicht der Streichergruppe an. Der Ton entsteht bei der Harfe durch das Zupfen der Saiten. Mehr erfahren